Krankenhausbehandlung

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

durch die strenge Trennung des ambulanten und des stationären Versorgungssektors im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es häufig Unsicherheiten und - verständliche - Verärgerungen seitens der Patienten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass uns der Gesetzgeber enge Schranken auferlegt, die wir auch im Ermessen nicht übertreten dürfen.

Wir wollen an dieser Stelle versuchen, einige "übliche" Fallstricke darzustellen:

Diagnostik vor dem Krankenhausaufenthalt

Wenn im Rahmen einer geplanten Aufnahme zur stationären Behandlung oder OP Diagnostik zur Sicherstellung dieser Behandlung erforderlich sind, müssen diese im Rahmen der vorstationären oder stationären Betreuung durch die Klinik erbracht und dürfen nicht durch Ärzte des ambulanten Versorg- ungssektors realisiert werden, da die Kosten dafür be- reits in der Vergütung der Klinik enthalten sind.

Stationäre Aufnahme zur Diagnostik

Üblicherweise ambulant durchführbare Diagnostik muss in der GKV auch ambulant durchgeführt wer- den. Nur wenn in Ausnahmefällen aufgrund des Ge- sundheitszustandes eines Patienten eine ambulante Durchführung nicht geraten ist, beispielsweise eine endoskopische Untersuchung bei einem Schwerkran- ken, kann die Durchführung unter stationären Beding- ungen erwogen werden.

Sicherstellung der Entlassung in die Häuslichkeit

Die behandelnde Klinik muss sicherstellen, dass die medizinische Versorgung für den Entlass- bis zum nächstfolgenden Arbeitstag sichergestellt ist. Im Falle der Notwendigkeit einer Kurzzeitpflege kann der Klinikarzt für bis zu 5 Werktage nach Entlassung eine entsprechende Verordnung ausstellen.
Bitte beachten Sie, das ein niedergelassener Arzt am Tag der Klinikentlassung nicht am oder für den Patienten tätig werden darf!

Poststationäre Betreuung

Die medizinische Betreuung, die im Zusammenhang mit einer stationären Behandlung notwendig ist, ob- liegt in den 14 Tagen nach Entlassung der behandeln- den Klinik, die dazu im Ermessen an den einweisen- den Facharzt überweisen kann.
Die ambulante Versorgung im Zusammenhang mit der Krankenhausbehandlung übernimmt im Regelfall der Facharzt, der in die Klinik eingewiesen hat, nicht der Hausarzt!

Bitte informieren Sie uns trotz aller Formalitäten über eine bevorstehende Krankenhauseinweisung oder -entlassung und bitten Sie die Klinik, uns einen Entlassbericht zu übersenden. Sollten Sie einen solchen Arztbrief persönlich ausgehändigt bekommen haben, wäre es hilfreich, wenn Sie uns diesen vorab per email senden könnten oder eine Person Ihres Vertrauens mit diesem Brief in die Praxis schicken könnten, damit wir uns auf eventuelle Veränderungen in Ihrer Behandlung frühzeitig einstellen können.

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